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Durch den OPC-Server wird die offene Architektur des SYSTEM-90E um eine weitere Komponente ergänzt. Der OPC-Server ist eine Software-Schnittstelle mit der auf Daten unterschiedlicher Natur und Herkunft in standardisierter Form zugegriffen werden kann. Hierbei ist es unerheblich, ob diese Daten über Anwendungsprogramme oder über Schnittstellen transportiert werden. Der OPC-Server sorgt dafür, dass diese Daten auf einheitliche Weise zur Verfügung gestellt werden und der OPC-Client muss sich nicht um Details bei der Übertragung kümmern.
Offener Standard
Da es sich bei OPC um einen weit verbreiteten Standard handelt, der von vielen Softwareherstellern unterstützt wird, steht eine breite Palette von OPC-Servern für unterschiedlichste Aufgaben zur Verfügung, die an der OPC-Schnittstelle kompatibel sind.
Einfache Anbindung an Visualisierungs-Systeme
Viele Hersteller von Visualisierungs-Werkzeugen benutzen den OPC-Standard, um an unterschiedliche Anwendungen und Schnittstellen anzukoppeln. Da bei der Programmierung mit einer einheitlichen Schnittstelle gearbeitet wird, wird die Realisierung von Bedienoberflächen wesentlich vereinfacht. Alternativ kann man natürlich auch über eine Programmiersprache wie Visual Basic oder Visual C++ auf einen OPC-Server zugreifen.
Netzwerkweiter Zugriff
Ein weiterer wichtiger Vorteil der OPC-Technik besteht darin, dass ein OPC-Server seine Daten netzwerkweit zur Verfügung stellt. Läuft beispielsweise auf einem Rechner ein OPC-Server, der Daten mit einem Feldgerät austauscht, so kann jeder Rechner im Netzwerk auf diese vom OPC-Server zur Verfügung gestellten Daten zugreifen.
Einfacher Anschluss über pNET-Protokoll
Die physikalische Anbindung an das SYSTEM-90E erfolgt über eine serielle RS232-Schnittstelle in Verbindung mit dem pNET-Protokoll. Bei der Implementierung wurde besonderer Wert auf einen möglichst hohen Datendurchsatz gelegt: bei einer Übertragungsrate von 115 kBaud werden bis zu 1000 Transfers pro Sekunde erreicht.
Innerhalb eines Rechners können gleichzeitig mehrere OPC-Server betrieben werden, die mit unterschiedlichen Steuerungen verbunden sind. Hierbei ist natürlich auch eine Kaskadierung möglich, um den Datendurchsatz zu steigern.
Die Zuordnung der OPC-Variablen zu den Multi-Port-Registern des SYSTEM-90E erfolgt mit einer Konfigurations-Datei, die beim Start des OPC-Servers eingelesen wird. Hierdurch ist die Programmierung der Visualisierung vollkommen unabhängig von der konkreten Lage der Variablen, außerdem können Modifikationen in der Zuordnung durchgeführt werden, ohne dass die Visualisierung angepasst werden muss.